Weyburn, Kanada: Ölförderung und CO2-Speicherung im Untergrund (Quelle: StatoilHydro)
Spätestens seit dem UN-Klimabericht vom Februar 2007 gilt es als erwiesen, dass der vom Menschen verursachte Ausstoß von Kohlendioxid den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt. Neue Chancen für eine klimafreundliche Energieversorgung bietet eine Technologie, die CO2 in Kraftwerken abscheidet und in tief liegenden geologischen Formationen speichert. Auch in Deutschland wird Carbon Capture and Storage, kurz CCS, zu einer interessanten Option.
„Klimakiller“ ist ein böses Wort. Und ein höchst unpräzises dazu. Die Medien veröffentlichen indes unverdrossen Listen jener vermeintlichen Sündenböcke, die sich gegen die Lebenschancen künftiger Generationen vergehen. Dort tauchen dann die unterschiedlichsten Dinge wie das Auto, das Flugzeug, das Kraftwerk, die globale Viehzucht und meistens auch der Mensch auf. Ganz oben, als Klammer sozusagen, rangiert ein alles verbindendes Kürzel: CO2.
Das ist die chemische Formel für Kohlenstoffdioxid; ein farb- und geruchloses Gas, das seit seiner Entdeckung in der Mitte des 18. Jahrhunderts über zwei Jahrhunderte nicht nur als harmlos, sondern auch als sehr nützlich galt. Ganz zu Recht: Kohlendioxid ist zu 0,038 Prozent in der Luft enthalten und in dieser geringen Konzentration absolut ungiftig. Menschen und Tiere atmen CO2 aus. Pflanzen hingegen benötigen das Gas für ihre Stoffwechselvorgänge: Sie produzieren bei der Photosynthese mithilfe von Lichtenergie aus anorganischem CO2 Glukose und Sauerstoff. Das für den Kreislauf des Lebens fundamentale Naturprodukt findet in vielen Bereichen Verwendung: In Wasser gelöst, entsteht Kohlensäure, die vielen Getränken ihre prickelnde Frische gibt. Auch als Mittel zum Kühlen, zum Feuerlöschen und zum Düngen kommt Kohlendioxid zum Einsatz. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Beitrag des Kohlendioxids zum natürlichen Treibhauseffekt der Erde. Ohne sich deshalb zu sorgen. Warum auch? Die Erde wird durch die kurzwellige Sonnenstrahlung erwärmt; wie das Glasdach eines Gewächshauses halten die Treibhausgase Wasserdampf und CO2 als Bestandteile der Atmosphäre einen Teil der von der Erdoberfläche reflektierten Wärmestrahlung auf ihrem Weg ins All zurück und sorgen damit für ein lebensfreundliches Klima. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre es auf der Erde 33 Grad Celsius kälter; die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche würde nur minus 18 Grad Celsius betragen.